Wild-West-Party

Komm hol das Lasso raus, wir spielen Coyboy und Indianer!“Komm hol’ das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer!” Also warum nicht eine Wild-West-Party veranstalten? Als Einladung schneidet man Pappe in Sternform aus, der Umriss einer Plätzchenform kann dabei helfen. Den so entstandenen Sheriff-Stern ausmalen oder bunt bekleben. Auf die andere Seite kommt der Einladungstext, in dem natürlich das Thema der Party und die gewünschte Verkleidung genannt werden. Eine Sicherheitsnadel mit Klebeband am Stern befestigen – fertig! Eine witzige Alternative ist ein Steckbrief: Einfach ein Blatt Papier in angemessener Größe mit dem “Verbrecherfoto” des einzuladenden Gastes bekleben. Darunter einen Steckbrief schreiben, der alle wichtigen Informationen zur Geburtstagsfeier enthält. Andere Motive wären Einladungskarten als Fort, als Salooneingang (Karte mit Klappen als Saloontüren versehen) oder Indianerzelte aus Pappe.
Zur Dekoration: In der Wohnung wird ein stilechter “Saloon” hergerichtet. In dem dafür vorgesehenen Raum wird über der Tür ein großes Pappschild mit der Aufschrift “Saloon” befestigt. Im “Saloon” hängen Hufeisen (echte oder aus Pappe), Cowboyhüte, passende Filmposter und Federschmuck. Aus einem langen Tapeziertisch lässt sich leicht ein Tresen bauen, an dem die kleinen Cowboys und Indianer ihr Feuerwasser bestellen können. Weiterhin gibt es im Fachhandel verschiedene Girlanden in Indianer-Design. Mit etwas Geschick lassen sich Luftballons im Handumdrehen in Indianer verwandeln: den Ballons an der Seite, an der sich der Knoten befindet, bunte Papierstirnbänder mit Federschmuck überstülpen und mit ein wenig Klebstoff befestigen. Dann dem Ballon mit einem weichen Filzstift vorsichtig ein Gesicht und Haare aufmalen. Für den Kopfschmuck einen etwa 3-4 cm breiten Streifen aus fester Pappe ausschneiden und mit Indianermotiven bemalen. Dann zu einem Stirnband zusammenkleben und auf der hinteren Seite mit bunten Federn verzieren.
Komm hol das Lasso raus, wir spielen Coyboy und Indianer!Ein Kostüm ist schnell selbst gemacht, wenn man nicht zu einem aus dem Fachhandel greifen möchte. Dazu wird der untere Saum eines alten T-Shirts (von Papa) abgeschnitten und dicht nebeneinander dünne Fransen etwa bis zur Höhe der Hüfte geschnitten. An die unteren Enden große bunte Perlen aus Holz fädeln und mit einem Knoten befestigen. Auch die Ärmel werden fransig gestaltet. Leggins oder Rock druntergezogen und Hausschuhe als Mokassins. Wer lange Haare hat, bekommt diese zu Zöpfen geflochten. Kleine Accessoires runden das Kostüm ab: eine Woll- oder Lederkordel als Gürtel, Ketten aus Perlen, Federn, Eicheln, Kastanien, Leder- oder Wollresten oder ein Tomahawk aus einem Stock, an dem ein dreieckiges Stück graues Moosgummi, Kunststoff oder Pappe mit einem Klammeraffe befestigt wird. Die Anleitung für den Kopfschmuck kann von oben übernommen werden. Beim Schminken kann man sich so richtig austoben. Das Gesicht und der Hals werden mit einem Schwämmchen in einem rötlich-erdigen Farbton grundiert. Dann mit verschiedenen farbigen Stiften Streifen aufmalen und diese mit einem schwarzen Stift umranden.
Am besten eignet sich bei einer Wild-West-Party ein Lagerfeuer oder Grill, um die wilde Meute zu verköstigen. Neben den üblichen Speisen, die darauf zubereitet werden, möchte ich zusätzlich den von mir hoch geschätzten Knüppelteig vorstellen. StockbrotEinfach 700 g Mehl, 80 g Butter, 2 Eier, 2 Päckchen Backpulver und 1 Tl Salz miteinander vermischen, dann so um die 200 ml Milch dazugeben. Der Teig ist erst sehr krümelig und wird dann nach einiger Bearbeitungszeit geschmeidig und zäh. Wenn die richtige Konsistenz erreicht ist, kleinere Portionen abnehmen und zu langen Schlangen rollen. Sind die Kinder alt genug, können sie in der Zwischenzeit ausreichend lange Stöcke von ihrer Rinde befreien. Auf das so geschälte Holz werden nun die Teigschlangen spiralförmig oder als kleiner Brotlaib gewickelt und am Feuer oder in der Glut gebacken. Dieses Stockbrot schmeckt unverschämt gut. Wer noch etwas Pfiff in das Rezept bringen möchte, mischt einfach Salami, Schinken, Käse, Kräuter oder auch Zucker in den Teig. Die angegebene Menge reicht für ungefähr 8 bis 10 Gäste. Getränke: Wer seinen Gästen Feuerwasser anbieten mochte, füllt Apfelsaft in (gut ausgespülte) Spirituosen-Flaschen, sieht aus wie Whiskey.


Folgende Spiele bieten sich an:

Anschleichen
Bei diesem Spiel geht es darum, sich unbemerkt an ein anderes Kind anzuschleichen oder zu bemerken, ob sich jemand angeschlichen hat. Die meisten Kinder sitzen mit verbundenen Augen im Kreis. Eine Anzahl Kinder versucht, sich unbemerkt an die Gruppe anzuschleichen. Sobald der Spielleiter “Stopp” ruft, muss jedes Kind sagen, ob sich jemand hinter ihm befindet.

Büffeljagd
Indianer müssen gut mit dem Speer umgehen können. In diesem Spiel reitet ein Kind Huckepack auf dem Rücken eines anderen und hat einen Stock (Speer) in der Hand. Während des Ritts muss das Kind versuchen, das Ziel (Büffel) mit einem geschickten Wurf zu treffen. Dazu einfach einen Eimer oder eine Schüssel aufstellen.

In der Goldmine
In einen Haufen Sand werden kleine Ziersteine gemischt. Sehr gut geeignet sind künstliche Edelsteine aus Kunststoff oder Glas. Alternativ kann man kleine runde Kiesel mit Zahlen beschriften. Jedes Kind versucht nun, möglichst viele der Schätze auszugraben und zu finden. Bei den beschrifteten Kieseln wird am Schluss die höchste Punktezahl zusammengezählt.

Kriegstanz
Die Sioux sind mal wieder auf dem Kriegspfad! Deswegen tanzen alle Kinder zu lauter Musik ihren eigenen, wilden Kriegstanz. Plötzlich hört die Musik auf, denn gegnerische Krieger nahen und die Kleinen müssen ganz starr in der Position bleiben, in der sie sich gerade befinden – damit der Feind sie nicht sieht. Wer wackelt, scheidet aus. Drehen Sie die Musik nun wieder an und wiederholen Sie diese, bis ein Sieger übrig bleibt.

Perlen auffädeln
Die Tochter des Häuptlings heiratet den besten Jäger des Stammes und da wollen natürlich alle Indianer besonders schön geschmückt sein. Auf dem Tisch steht eine große Schale mit bunten Plastikperlen, daneben liegt für jedes Kind eine etwa kettenlange Schnur. Wichtig ist, dass alle Schnüre gleich lang sind. Nacheinander versuchen die kleinen Rothäute, innerhalb von 2 Minuten so viele Perlen wie möglich aufzufädeln. Wenn der Gewinner feststeht, bekommt jeder noch Zeit, um seinen Indianerschmuck in Ruhe fertigzustellen und anzulegen.

Legenden am Lagerfeuer
Am Ende eines langen Indianertages setzen sich die Krieger am Lagerfeuer zusammen und erzählen sich Sagen und Legenden von ihren Vorfahren. Suchen Sie sich ein Buch mit spannenden Indianergeschichten und lesen Sie den Kleinen daraus vor (z.B. “Winnetou und Old Shatterhand” aus dem Karl-May-Verlag mit mehreren Wildwest-Klassikern in der Kinderversion). So kommen die Gäste langsam wieder zur Ruhe und sind nicht mehr allzu aufgedreht, wenn sie von ihren Eltern abgeholt werden.

original Fotos (cc) von KateMonkey, mhobl und himmelskratzer bei flickr.de

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