Frühjahrsputz beim Drahtesel – glänzend und sicher
Geschrieben am 14. April 2009, Abgelegt unter fahrbar
Tags: Check, Fahrrad, Frühjahrsputz, Sicherheit, TÜV
Eines ist wohl klar: Der Winter ist endgültig vorbei! Höchste Zeit also, das Fahrrad aus dem Keller zu holen und gründlich zu überprüfen. Denn die Monate in dunklen, feuchten Kellern, Schuppen und Hinterhöfen gehen nicht spurlos an den Drahteseln vorbei. Gemeinsam mit den Eltern finden Kinder das Fahrrad-Putzen doppelt spannend.
Mit einer leichten Seifenlauge, Stielbürste und Schwamm den oberflächlichen Schmutz entfernen und mit einem Tuch oder einem alten Lumpentuch alles gründlich trocken reiben. Für langfristigen Glanz sorgt ein dünn aufgetragenes Silikonspray.
Über die Nabe gelegt und etwas beschwert kann ein nasser zusammengeknoteter Lappen wahre Wunder vollbringen. Von Hochdruckreinigern kann ich nur abraten, deren Wasserdruck ist so hoch, dass kein verbautes Lager dem Stand halten kann. Eingedrungenes Wasser sorgt dann schnell für gefährlichen Rost von innen. 
Kette und Ritzel mit einer alten Zahnputzbürste reinigen. Sogenanntes Kettenspray unterstützt die Prozedur. Die Kette am besten durch ein mit dem Spray getränktes Tuch ziehen. Es gibt auch professionelle Kettenreiniger, diese lösen aber unter Umständen das komplette Fett aus den Kettengliedern und verhindern das Eindringen des frischen Öls.
Dann gilt die Aufmerksamkeit allen Schraubverbindungen. Dabei ruhig bei den Kinderrädern Sattel- und Lenkerhöhe neu einstellen. Dabei nicht gleich das mögliche Maximum wählen, so kann das Kind sich erst einmal wieder ans Radfahren gewöhnen. Auch sind bei Sattel- und Lenkrohr die Kennzeichnungen für die zulässige Länge zu beachten. Zu weit herausgezogene Rohre stellen ein enormes Risiko dar.
Der nächste Blick gilt der Lichtanlage. Oftmals haben sich Steckverbindungen zu den Lampen einfach nur gelöst oder, soweit noch im Einsatz, die Glühlampen sind einfach hinüber. LED-basierte Leuchtmittel sind da wesentlich langlebiger und verbrauchen weniger Strom. Bei Gelegenheit mal über einen Wechsel nachdenken.
Was beim Auto ganz natürlich ist, wird beim Rad ganz gerne mal vernachlässigt: der Reifen. Gerade Mountainbikes profitieren von einem guten Profil. Aber auch normale Reifen gefährden durch Überalterung, Risse und starkes Abfahren die Verkehrssicherheit. Ist der Reifen in Ordnung, noch den Luftdruck checken. Auf den Seiten des Reifens findet sich stets eine Druckangabe.
Ansonsten einfach die Lauffläche mit dem Daumen überprüfen und später eine Tankstelle anfahren. Regelmäßiges Überprüfen des Luftdrucks verhindert übrigens auch den gefürchteten “Platten”.
Bei Mantel- und Felgenbremsen lassen sich die Bremsbelege einfach überprüfen und gegebenenfalls auswechseln. Bei der Scheibenbremse sollten Ungeübte auf die Hilfe des Fahrradladens zurückgreifen.
Glücklich kann sich derjenige schätzen, der eine wartungsfreie Nabenschaltung sein eigen nennt. Alle anderen werden über kurz oder lang die Schaltung neu einstellen (lassen) müssen. Eine Anleitung leistet da wertvolle Dienste.
Zum Schluss noch die Reflektoren an Pedalen und Speichen auf Vollständigkeit überprüfen.
Ein letzter Rat noch für Anhänger: Unbedingt die Gurte überprüfen und neu einstellen.
original Fotos (CC) von Scoobay und thiemadotcom bei flickr
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