Weihnachten im Schuhkarton 2008
Geschrieben am 13. Oktober 2008, Abgelegt unter Allgemein
Tags: Charity, Hilfsaktion, Hilfsprojekte, Schule, Spende, Spielzeug, Weihnachten
Was machen Sie eigentlich mit leeren Schuhkartons? Manch einer sammelt darin Andenken, ich selbst mein Schuhputzzeug, andere werfen sie einfach weg.
Wirklich schade – denn wir alle können damit etwas viel Besseres und Schöneres anfangen! Nämlich Kindern in Not eine riesige Weihnachtsfreude bereiten – und dazu tragen wir von ZwergenZone sehr gern bei, indem wir Ihnen die Aktion “Weihnachten im Schuhkarton” vorstellen. Am 15. Oktober 2008 ist es soweit: In Deutschland, Österreich und in der Schweiz startet zum 13. Mal die weltweit größte Geschenk-Aktion für Kinder in Not. Im Jahr 2007 gingen 472.880 Schuhkartons mit liebevoll ausgesuchten Geschenken an Kinder in 18 Ländern auf drei Kontinenten. Auch in diesem Jahr will der Verein “Geschenke der Hoffnung e.V.” möglichst viele Kinder in Kinderheimen, Waisenhäusern und Elendsvierteln Osteuropas erreichen. “Geschenke der Hoffnung e.V.” ist ein überkonfessionelles christliches Hilfs- und Missionswerk mit internationalem Profil und zudem Träger des DZI-Spendensiegels. Ziel der Arbeit ist es, Bedürftige ungeachtet ihres religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrundes effektiv zu unterstützen. Weitere Informationen zum Verein gibt es hier.
In diesem Jahr gehen die Schuhkartons voraussichtlich nach Albanien, Armenien, Bulgarien, Georgien, Kasachstan, in den Kosovo, nach Kroatien, Moldawien, in die Mongolei, nach Polen, Rumänien, Serbien, in die Slowakei, nach Südafrika und Weißrussland. Und wie genau funktioniert nun das Ganze?
1. Das Päckchen wird gepackt
Als erstes überlegen Sie sich, ob Sie ein Mädchen oder einen Jungen beschenken möchten und wie alt es sein soll. Entsprechend wird das Päckchen mit einem Aufkleber markiert, damit Inhalt und Empfänger optimal zueinander passen.
- Was in das Päckchen darf: Spielsachen, Hygieneartikel, Schulsachen, Bekleidung, Süßigkeiten (das Verfallsdatum sollte frühestens Juni 2009 sein), persönliche Grüße. Logisch, dass alle Artikel neu sein sollten, oder?
- Was NICHT in das Päckchen darf: gebrauchte, alte oder kaputte Gegenstände, elektronische Geräte, bestimmte Lebensmittel und Schokoladen, Kriegsspielzeug, Medikamente und einiges mehr (s. Punkt 3)
- Weitere Infos zu Do’s und Dont’s beim Packen, zur Größe des Kartons, zu Geschenkpapier & Co. gibt’s unter Wie packe ich meinen Schuhkarton?
2. Das Päckchen wird abgegeben
Sie geben Ihr Päckchen an einer registrierten Abgabestelle in die Hände von ehrenamtlichen Helfern. Von dort aus wird es zu einer Sammelstelle gebracht, wo der Inhalt geprüft wird, damit tatsächlich nur unbedenkliche Geschenke zu den Kindern gelangen. Die Abgabestelle in Ihrer Nähe finden Sie hier oder können Sie unter Tel.: (030) 76 883 883 erfragen.
3. Das Päckchen geht auf Reisen
Von der Sammelstelle aus reist Ihr Päckchen in ein regionales Zwischenlager und mit einer internationalen Spedition dann endlich in das Empfängerland. Wer es ganz genau wissen möchte, kann sich hier über den Weg eines Schuhkartons informieren. Da “Geschenke der Hoffnung e.V.” sich allein durch Spenden finanziert, hilft eine Spende von 6 €, den Transport des Päckchens zu finanzieren. Aber selbstverständlich werden auch Päckchen ohne extra Spende an die Kinder weitergeleitet.

Weitere Informationen zur Aktion “Weihnachten im Schuhkarton”, zum Verein “Geschenke der Hoffnung e.V.” und eine Projektübersicht finden Sie im Downloadbereich. Bleibt nur noch zu sagen: Her mit den Schuhkartons!
Bilder: Geschenke der Hoffnung e.V.
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8 Kommentare »






am 28. Oktober 2008 um 18:02 1.Johann schrieb …
Wer mit dieser Organisation helfen will, muss wissen, dass diese aggressiv mit Hilfe der Pakete christlich missioniert.
Allen Paketen werden Werbematerialien beigelegt und die Pakete für ihre Zwecke benutzt.
Ich rate zu neutralen Hilfsorganisationen und dauerhaften Spenden. Am besten selber mithelfen als ehrenamtlicher Helfer.
Aber sich nicht unfreiwillig und heimlich vor den Missionars-Karren spannen lassen, wenn man dies nicht explizit will.
Noch ein Hinweis: Geld-Patenschaften sind in der Schweiz aus ethischen Gründen nicht als würdig für ein Spendensiegel befunden worden.
am 28. Oktober 2008 um 20:44 2.Alex schrieb …
Ersteinmal Danke für Deinen kritischen Kommentar. Nun bin ich selber vollkommen atheistisch eingestellt und stehe den großen und kleinen Kirchen mit ihrem Aberglauben sehr skeptisch gegenüber. Da mir aber ein Arbeitskollege von seinen Erlebnissen direkt vor Ort in Rumänien berichtete, fand ich diese Idee als 1:1 Gedanke nicht schlecht. Zum einen können unsere Kinder voller Elan die Pakete packen und zum zweiten fehlt der Wasserkopf mit diversen Beratergehältern siehe UNICEF Hamburg.
Und unter uns, als Kohlenanzünder im kalten Winter kann auch ein Flyer einer Kirche wunderbar dienen.
am 28. Oktober 2008 um 20:59 3.Eva schrieb …
Ich finde eine aufmerksame Haltung angesichts der Vielzahl der angebotenen Aktionen auch sinnvoll. Zudem denke ich, dass sich zum einen jeder selbst eine Meinung zu der Aktion bilden kann, und dass zum anderen ein Flyer weit von “aggressiver Missionierung” entfernt ist. Und letztlich kann niemand den beschenkten Kids irgendeinen Glauben aufzwingen – wohl aber ihnen mit für uns einfachen Mitteln eine Freude bereiten. Weihnachten eben.
am 30. Oktober 2008 um 13:59 4.Johann schrieb …
Also ok, wie man “aggressiv” definiert ist dann jedem selber überlassen. Da gibt es ja genau diese amerikanischen Kirchen, die nicht zurückschrecken, völlig zurückgezogene afrikanische und südamerikanische Naturvölker gnadenlos zu missionieren. Mit den mitgebrachten Krankheiten der Missionare können die Toten wenigstens anschließend christlich beerdigt werden. Das könnte man dann wohl als aggressiv bezeichnen.
Also ich warne davor, Institutionen zu unterstützen, die ihre Absichten, wie bei dem Schuhkarton verschleiern und nicht deutlich machen.
lg
am 30. Oktober 2008 um 14:07 5.Eva schrieb …
Ich denke, wir sind uns einig darüber, dass eine (im ursprünglichen Wortsinn!) kritische Haltung angebracht ist, wenn es darum geht, Geld, Zeit und Mühe zu spenden. Allerdings halte ich es für unqualifiziert, alle kirchlichen Aktivitäten in einen Topf zu werfen. Niemand bestreitet hier, dass einiges einfach falsch war (und ist). Aber es war (und ist) auch vieles sinnvoll, insbesondere in der diakonischen Arbeit der Kirche(n). Und: Von Verschleierung ihrer Absichten kann bei dieser Organisation keine Rede sein – davon kann sich jeder auf der Homepage überzeugen.
am 26. Dezember 2008 um 00:43 6.heinrich Terdenge schrieb …
Warum feiert die ganze Welt Weihnachten ???? doch Jesu Geburt,oder nicht ?? und darauf darf beim Verteilen der Schuhkartons nicht hingewiesen werden .
sehr merkwürdige Einstellungen
am 26. Dezember 2008 um 17:46 7.Alex schrieb …
@ Heinrich: Du hast natürlich Recht, wenn Du auf den Ursprung des Festes verweist. Aber Weihnachten ist schon längst kein rein christliches Fest mehr, sondern wurde zu einem Brauchtum in Europa. Und um Deine Frage zu beantworten, ich feier mit großer Sicherheit NICHT den Geburtstag des Herrn Jesu. Warum sollte ich auch? Und mit mir eine große Anzahl gleichdenkender Menschen weltweit.
Und Missionsarbeit ist sicherlich mehr als ein unverbindlicher Hinweis. Insofern finde ich es legitim, allen ideologischen oder religiösen Institutionen immer nur aus einer Blickrichtung Aufmerksamkeit zu schenken; aber trotzdem Gutes auch anzuerkennen. Und das sei hiermit getan.
am 24. März 2009 um 12:28 8.Eva schrieb …
Wer sich selbst ein Bild von den Verhältnissen vor Ort und der Freude der Kinder machen möchte, kann dies tun: Die Photos von den Verteilerreisen 2008 sind da: http://www.geschenke-der-hoffnung.org/weihnachten-im-schuhkarton/fotogalerie/
Ich denke, es wird deutlich, worum es bei der Geschenkaktion geht – nämlich Kindern, die unter für uns unvorstellbaren Bedingungen leben ein paar Augenblicke zu schenken, in denen sie sich einfach nur freuen können.