Seifenblasen, so schön und doch so vergänglich

Geschrieben am 25. August 2008, Abgelegt unter spielbar
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Obwohl der diesjährige Sommer nicht zu den schönsten, zumindestens was die Temperaturen angeht, gehört, habe ich sie überall gesehen. Auf Festivals, im Park, auf Stadtfesten und natürlich Kindergeburtstagen – Seifenblasen. Bewußt wurde mir dieser Umstand, als ich auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für meinen Sohn durch einen großen Spielzeugladen lief und auf einen Experimentierkasten für eben diese Seifenblasen stieß. Die Firma Kosmos widmet sich in ihrer Reihe Abenteuer Wissen dem Thema Seifenblasen, was man für riesige Monsterblasen benötigt, wie die Lebensdauer der Seifenblasen verlängern, ob man Seifenblasen einfrieren kann oder wie pustet man eine viereckige Seifenblase. Fair dabei ist, dass auch die Grundrezepte für eine gebrauchsfähige Seifenblasenlauge mitgegeben werden und diese nicht noch nachgekauft werden müssen. Da wir selber zu Hause diverse “Seifenblasengeräte” besitzen, hat mich natürlich diese Rezeptur interessiert. Gerade bei der von meinem Sohn heiß geliebten Seifenblasenmaschine ist der Verbrauch immens und die Haltbarkeit der Blasen, welche aus einem Spülmittel-Wasser-Gemisch hergestellt werden ist doch stark begrenzt. Jetzt könnte ich über den Überdruck in der Blase und die regelmäßige Anordnung der Tensidmoleküle in einer Seifenblase und deren Abhängigkeit von der Schwerkraft rezensieren, das wäre aber zuviel des Guten. Grundsätzlich sollte man wissen, man muss die Oberflächenspannung des Wassers reduzieren und eine gewissen Grundstabilität erreichen, damit die Blasen nicht sofort wieder zerplatzt. Dazu muss man die Lösung etwas andicken. Also entweder das Ganze über Nacht stehen lassen oder einfacher, folgende Rezepturen verwenden:

  • ca. 80 ml Spülmittel (am besten ohne Parfum), 4 l Wasser, 2–3 EL Glycerin (in Apotheken erhältlich)
  • 100 g Zucker, 2–3 EL Salz, 1,4 l Wasser, am besten destilliert, 150 ml Spülmittel, 12 ml Glycerin
  • Riesenblasen: 1 l Wasser, 500 g Zucker, 750 g Neutralseife, 25 g Tapetenkleister (mit Methylcellulose). Das Wasser aufkochen und mit dem Zucker vermischen, bis er sich aufgelöst hat. Wenn das Zuckerwasser lauwarm wird, Neutralseife und Tapetenkleister dazugeben. 24 Stunden stehen lassen. Dann 9 Liter Wasser hinzufügen und umrühren. Blumentopf-Untersätze oder Plastikbecken füllen.
  • Monsterblasen: 1,5 Liter Wasser, 200 ml Mais Sirup, 450 ml Geschirrspülmittel, Alle Zutaten mischen und 4 Stunden ruhen lassen.
  • Dauerhaftere Blasen: 1/3 kommerzielle Seifenblasenlösung, 1/3 Wasser, 1/3 Glycerin

Mischungen nicht schlucken oder mit den Augen in Verbindung bringen!

Nun kann man die angemischten Laugen in schon vorhandene Seifenblasengefäße einfüllen und auch deren angebrachte Ringe zum Durchpusten nutzen. Wer etwas größere Blasen machen möchte, sollte einen stabilen Draht nehmen, diesen mit einer Mullbinde oder einem Faden aus Wolle umwickeln. Das erhöht die Haftfähigkeit des Wassers an dem Ring. Wichtig ist, dass der Draht eine gewisse Stärke aufweist, um einen stabilen Ring bilden zu können. Sehr gut machen sich auch Pfeifenreiniger, die gibt es in ganz passablen Längen. Als kommerzieller Anbieter kommt die Firma Pustefix zur Hilfe, von Laugen über Ringe diverser Größen bis hin zu großen Seifenblasenmaschinen, dort kann man einiges kaufen.



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Ein Kommentar zu “Seifenblasen, so schön und doch so vergänglich”

  1. am 28. Januar 2009 um 08:31 1.Max schrieb …

    Seifenblasen – faszinierend wie eh und jeh. Kann mich selber noch an einen eingeseiften Teppich erinnern, weil ich es nicht erwarten konnte, bis es wieder Tag wird :)

    Liebe Grüße und danke für den Blog, stöbere immer wieder gerne durch deine Artikel.

    Max

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