Von wegen “Locker vom Hocker”: Kinderhochstühle im Test

Geschrieben am 9. Juni 2008, Abgelegt unter Allgemein
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Achtung RutschgefahrDa denkt man, Kinder seien in ihren Hochstühlen sicher aufgehoben, doch oft ist das Gegenteil der Fall. Auf der einen Seite drohen ihnen Durchrutschen und Umkippen, auf der anderen Seite, quasi im Verborgenen, gesundheitsgefährdende Weichmacher. 16 Hochstühle hat die Stiftung Warentest in ihrer Ausgabe 08/2007 getestet, nur 7 waren „gut“.
Der vollständige Test hier (Download: 1 €).

Was ist gut? Am besten sind Hochstühle, die mitwachsen – darauf kann sogar noch ein Schulkind gut sitzen. Babybügel und eventuelle zusätzliche Abstützungen im Rücken sind abnehmbar. Im Idealfall können Sitzfläche und Fußabstützung verstellt werden. Daneben gibt es Tisch-Stuhl-Kombinationen. Das sind kleine Tische, auf denen ein Stuhl thront; beide Teile können im Kinderzimmer auch nebeneinander auf dem Boden stehen. Klingt praktisch, ist es aber nicht. Die Stühle sind kaum verstellbar und schaffen es nicht, Babys und Kleinkinder gleichermaßen gut unterzubringen. Sitzauflagen, die Eltern extra für die Kleinsten dazu kaufen müssen, sind meist nicht ausreichend gepolstert.

Wo lauern Gefahren? Die Auswahl an ungefährlichen Hochstühlen ist beschränkt. Bei einigen Tisch-Stuhl-Kombis sowie mitwachsenden Modellen können vor allem kleinere Kinder nach vorn durchrutschen und aus dem Stuhl fallen. Andere Hochstühle können umkippen. Abzüge im Prüfpunkt Sicherheit gab es außerdem wegen gebrochener Holzteile. Bedenkliche Ergebnisse brachte der Schadstofftest: Im Lack oder im Sitzbezug mancher Hochstühle stecken schädliche Weichmacher.

Allgemeine Tipps

  • Mindestalter Kinder gehören erst dann in den Hochstuhl, wenn sie aufrecht sitzen können. Vorher sind Schalensitze möglich; alles andere ist unsicher.
  • Anschnallen Gurte schützen die gelenkigen Kleinen vor Klettertouren und schmerzhaften Rutschpartien. Praktisch: Die Gurte passen meist auch dann, wenn sie nicht vom selben Hersteller sind wie der Stuhl.
  • JungePolster Wenn sich die Sitzfläche für die Kleinsten nicht genug anpassen lässt oder bei den Tisch-Stuhl-Kombis trotz Sitzverkleiner zu viel Platz bleibt, stopfen Sie ein Kissen zwischen Lehne und Rücken. Dann rutschen die Kinder kaum noch vorn durch.
  • Anlehnen Eine Rückenlehne muss sein, damit Ihr Kind nicht so schnell ermüdet und in sich zusammensackt.
  • Aufpassen Kein Hochstuhl ist zu 100% standfest. Geschwister oder sogar die Kleinen selbst können ihn zum Kippeln bringen. Lassen Sie Ihr Kind im Hochstuhl deshalb nicht ohne Aufsicht.
  • Sauber machen Kunststoffbezüge sind schnell und einfach zu reinigen; dafür ist Stoff klimatisch günstiger. Achten Sie beim Kauf auf Rillen und Ritzen – die bereiten beim Reinigen besondere Freude…
  • Sparen Am längsten können die Kids mitwachsende Stühle benutzen. Wenn Sie Bügel, Tisch und Kleinkindlehne abnehmen, können auch die meisten 12– bis 14-Jährigen gut auf den 60 – 172 € teuren Stühlen sitzen.
  • Verstellen Probieren Sie im Laden aus, ob die Stühle gut verstellbar sind.

Bilder: fffriendly & Philip J Beyer bei flickr



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